
Hurra, die Engländer
kommen!!!
So hieß es für die Werkstufe 1 der
Rurtal-Schule über den ganzen Mai und Juni hinweg. Am 22.6. war es schließlich
so weit: sieben Schüler- und vier LehrerInnen der Elms-Bank-Highschool aus Bury
bei Manchester trafen nach einer langen Anreise in der Rurtal-Schule ein. Seit
vielen Jahren besteht nun diese Partnerschaft, so dass wir in diesem Jahr sogar
ein kleines Jubiläum feiern konnten – 10 Jahre Schulpartnerschaft mit den
„Engländern“, wie sie im Sprachgebrauch unserer SchülerInnen heißen.
Zunächst blieb der Besuch für zwei
Tage in der Rurtal-Schule. Die SchülerInnen
der Werkstufe 1 hatten sich vorher Gedanken gemacht, was alles dazu gehört,
wenn man Besuch bekommt und waren sehr fleißig bei den Vorbereitungen: so
mussten Räume für die Übernachtung in der Schule gesucht werden, Gästebetten
wurden aufgebaut, Betten bezogen, Einkaufslisten geschrieben, Einkäufe getätigt
und Speisen vorbereitet, ein Ausflug wurde geplant und durchgeführt (Kölner
Zoo) und eine Schulführung durch die SchülerInnen gab es auch – die
Gastgeberrolle muss durchaus erlernt werden.
Am 24.6. hieß es dann endlich – Busse los, wir fahren nach Holland. 27 Schüler-, Lehrer- bzw. BetreuerInnen machten sich mit drei Bussen und einem PKW auf zu einem 7-tätigen Aufenthalt an der holländischen Nordseeküste. In Oostkapelle angekommen, konnten die fünf angemieteten Bungalows bezogen werden.

Danach gab es endlich genug Gelegenheiten sich genauer kennen zu lernen und Zeit und Urlaub miteinander zu verbringen. Programmschwerpunkt dieser Fahrt sollte eigentlich der Strand bzw. das Strandleben sein und das Wetter war auch gut – wenn der Wind nicht gewesen wäre. Statt jeden Tag an den Strand zu gehen, wurden schließlich andere Aktivitäten unternommen, z.B. eine Dünenwaldwanderung nach Domburg, Ausflüge in die schönen Städte Veere und Middleburg, eine Bootsfahrt auf dem Veerse Meer, der Besuch eines „Spaßbades“, Bowling am Abend, eine von den SchülerInnen durchgeführte „Bungalowdisko“ und das immer wieder beliebte 4-Rad Fahrrad fahren.


Neben diesen umfangreichen Unternehmungen mussten wir uns aber auch jeden Tag um das leibliche Wohl der gesamten Gruppe kümmern. Es handelte sich nämlich um eine sogenannte „Selbstversorgerfahrt“, dass heißt Frühstück, Snacks und Abendessen selber zubereiten.

Da die SchülerInnen in ihren jeweiligen Schulen auch in diesem Bereich ausgebildet bzw. unterrichtet werden, war es für sie aber überhaupt kein Problem entsprechend mitzuhelfen, nur die Lust war – verständlicherweise – manchmal nicht die Größte.

Dennoch blieb immer genug Zeit für Spaß
und Spiel auf dem Gelände des Bungalowparks und für die Intensivierung der
Kontakte. Als wir den letzten Abend der gemeinsamen Klassenfahrt mit dem Besuch
in einem „Pannekoken“ Haus abschlossen, waren die Tränen schon zahlreich,
letzte Gelegenheiten zu Gesprächen wurden genutzt und schließlich zahlreiche
Adressen ausgetauscht.
Am nächsten Morgen wurden die Busse gepackt, die Bungalows aufgeräumt und sich noch ein letztes Mal verabschiedet – für Tränen war da aber nur wenig Platz, da sich doch alle wieder auf ihr „Zuhause“ freuten. Außerdem machte sich der Spruch „See you next year in England“ unter den SchülerInnen breit, also nur ein Abschied auf Zeit.
Im Juni 2006 wird sich die Werkstufe 1 nämlich wieder auf große Reise begeben, zunächst zur Partnerschule nach Manchester und dann in den Lake District, nach Devon, Somerset oder Norfolk – genaues Ziel noch unbekannt!!
