Die Rurtal-Schule erhält den 3. Preis
des BMW Group Award für internationales Lernen 2000

 

 

Das Projekt LIFE

 

Das Projekt LIFE, ein Programm zur weltweiten Verbreitung interkulturellen Lernens, entstand auf Intention der BMW Group in Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, München.

 An diesem Projekt sind inzwischen mehr als 50.000 Pädagogen auf der ganzen Welt beteiligt. Die Ziele des Projektes:

 -                     Einsicht von gegenseitiger Abhängigkeit

 -                     Toleranz für unterschiedliche Weltsichten

 -                     die  Erkenntnis, dass die Gemeinsamkeit in der Verschiedenheit liegt.

Hierzu sollen Ideen entwickelt und entdeckt, Impulse gesetzt und engagierte Menschen vernetzt werden.

Einmal im Jahr schreibt die BMW Group hierzu weltweit den BMW Award für Interkul­turelles Lernen aus für Projekte

   

 Unsere Bewerbung

 

Partner

für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen

Die Partnerschaft zwischen dem Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) im russischen Pskow und der Rurtal-Schule, die in den Jahren 1992/93 auf dem Hintergrund der  Völkerverständigung und des humanitären Engagements entstand, zeigt in komplexer und mehrdimensionaler Weise Auswirkungen, die weit über gewöhnliche Schulpartnerschaften hinausgehen.

Wir haben uns mit dem Gesamtprojekt  

Grenzüberscheitungen – Interkulturelles Lernen und Verständnis, (europäische) Integration und Übernahme von sozialer Verantwortung für und mit Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen in einer deutsch-russischen Partnerschaft“

das auf der Ebene von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Pädagogen und im humanitären Bereich stattfindet, beworben.

 Schülerinnen und Schüler beider Schulen und von deutschen und russischen Regelschulen begegnen sich in besonderen, langfristig angelegten integrativen Projekten. Ein herausragendes Ereignis wird am 25. Mai 2001 ein gemeinsames Benefizkonzert der Rurtal-Schule und des HPZ für die Kinder mit geistigen Behinderungen in den Internaten der Region Pskow sein.

 Die Pädagogen beider Schulen entwickelten für die Russische Föderation richtungsweisende Lehrpläne für den Unterricht für Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen. Das Interkulturelle Lernen und die gemeinsame Lehrplanarbeit bereichern die Schulprogramme von Rurtal-Schule und HPZ. Gemeinsam führen sie zur sonderpädagogischen Weiterentwicklung Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte in der Pskower Region durch. Rurtal-Schule und HPZ engagieren sich intensiv im Rahmen der humanitären Hilfe für die Kinder in den Internaten (Heimen) für Geistigbehinderte, die zu den Schwächsten in der russischen Gesellschaft gehören.

 Rurtal-Schule und Heilpädagogisches Zentrum geben vielschichtige Impulse in pädagogischen, emotionalen und gesellschafts-, sozial- und bildungspolitischen Bereichen. Dadurch sind sie zu besonderen Stätten der menschlichen Begegnung, des Verständnisses der Kommunikation, der Integration, des gegenseiti­gen Lernens und der Toleranz geworden.  

 

 Die internationale Jury  

-       Petra Hölscher, Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsfor­schung, Vorsitzende der Jury

-        Prof. Dr. Arturo Tosi, Royal Holloway University of London

-        Dr. Iwanka Kamburova-Milanowa, Direktorin des Instituts für Lehrerfortbildung in Varna / Bulgarien

-        Herta Oresic, Universität Maribor, Slowenien

-        Prof. Dr. Friedrich Kratochwil, LMU München, Geschwister-Scholl-

         Institut München und The Ohio State University, Columbus Ohio

-        Prof. Dr. Hans Hunfeld, Katholische Universität Eichstätt

-        Dr. Peter Meinel, Direktor des Staatsinstitutes für Schulpädagogik und

         Bildungsforschung in München

 -       Dr. Peter Igl, Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung

         in München

 -       Anneliese Schillinger, Leiterin Referat Gesellschaftspolitik im Bereich

         Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BMW Group

 

Die Preisträger  

 1. Preis    Projekt „Das Interkulturelle Klassenzimmer“ des Meridian Inter-

national Centers in Washington D.C./USA, 10.000,-- DM und BMW Solar Mobile

 2. Preis    Projekt „Die bunte Welt in meiner Klasse“ des Gymnasiums in

                    Murska/Slowenien, 3.000,-- DM und Urkunde

 3. Preis    Projekt „Grenzüberschreitungen“ der Rurtal-Schule Heinsberg-

                    Oberbruch/Deutschland, 2.000,-- DM und Urkunde

 

 

Begründung der Jury

 

Die Jury zeichnet mit dem dritten Preis das Projekt „Grenzüberschreitungen“ aus,

 

-             weil es auf europäische Integration und Übernahme von sozialer

Verantwortung für und mit geistig behinderten Schülerinnen und

Schülern in einer deutsch-russischen Partnerschaft zielt,

 

-              weil es die Erinnerung ständig wach hält, dass Toleranz und

Respekt dem jeweiligen anderen gegenüber im eigenen Kontext

Beginnt und dabei die Grenzen des jeweiligen Verstehens be-

achtet,

 

-              weil es die Erfahrung einer besonderen Selbstverwirklichung im

Rahmen dieser ungewöhnlichen Partnerschaft sowohl Schüler,

als auch Eltern und Lehrer bereichert,

 

-              und weil es gleichzeitig Wege aufzeigt, entsprechende Lehrpläne, pädagogische Aktivitäten und allgemeine Meinungsbildung in diesem Bereich durch ganz neue Anstöße interkulturell weiter zu entwickeln.

 

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Für die wissenschaftliche Forschung im Bereich des Interkulturellen Lernens wurde zusätzlich das Mershon Center der Ohio State University in Columbus/ USA ausgezeichnet.

    

Die Preisverleihung  

fand am 13. Februar 2000 in einem Festakt vor großem Publikum mit anschließendem Empfang im BMW Forschungs- und Ingenieurzentrum München statt.

Stellvertretend für die Rurtal-Schule und für das HPZ nahmen an der Ehrung auf Einladung von BMW teil:

 

-              Bernd Schleberger, Schulleiter der Rurtal-Schule, als Initiator und Projektverantwortlicher für die Partnerschaftsarbeit mit dem HPZ,

-         Sabine Kraft, Schulsekretärin der Rurtal-Schule, wegen ihres großen Engagements und ihrer vorzüglichen Aufarbeitung der Dokumentationen der Partnerschaftsarbeit und

-         Swetlana Andrejewa, Stellvertretende Schulleiterin des HPZ, wegen ihrer besonderen Leistungen und Verdienste im Bereich des Interkulturellen Lernens sowohl auf Schüler- wie Pädagogenebene in einem Umfeld einer immer noch defektorientierten Pädagogik in Russland.

   

Petra Hölscher, Vorsitzende der Jury, hält die Laudatio, Sabine Kraft, Bernd Schleberger, Rurtal-Schule, Swetlana Andrejewa, HPZ-Pskow

 

Preisübergabe durch Richard Gaul, Leiter Konzernkommunikation und Politik der BMW Group

 

 

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