Brückenbauer in Europa: Begegnung der Preisträger „Junge Wege in Europa“ in Berlin

Robert-Bosch-Stiftung zeichnet beispielhafte Schüler- und Jugendgruppen zwischen Deutschland und den Ländern  Mittel- und Osteuropas aus

Zu einer ganz besonderen Reise durften sich am Donnerstag, den 31.1.2002 Jasmin Haupt, Daniel Stolz und Frank Severin, Schüler der Rurtal-Schule, Carina Stanek, Schülerin der Hauptschule Oberbruch und die beiden Lehrer Beate Theißen und Karl Wibbeke aufmachen. Eigens zu diesem Anlass, einer Preisverleihung in Berlin, ließ die Robert-Bosch-Stiftung auch russische Teilnehmer des Musikprojektes „Wir gehören zusammen“, einfliegen. So bestiegen in Geilenkirchen am Donnerstag Morgen auch Julia Maleschina, Anton Brinster, Pavel Andrejewa, Swetlana Andrejewa und Jelena Rudakowa den Zug in Richtung Berlin.

Die Robert-Bosch-Stiftung hatte den im Mai durchgeführten Musikworkshop mit anschließendem Benefizkonzert durch den Förderwettbewerb „Junge Wege in Europa“ finanziell sehr großzügig gesponsert und nun aus den weiteren 101 finanzierten Partnerschaften noch einmal die 15 besten Projekte ausgewählt.

Die Preisträger haben sich in ihrer Projektarbeit mit unterschiedlichen Themen beschäftigt, die ihren Alltag sowie ihre Erwartungen und Vorstellungen im zusammenwachsenden Europa wiederspiegeln.

 Leider konnten nicht alle Schüler und Lehrer, die an diesem Projekt beteiligt waren mitreisen, aber alle vier beteiligten Schulen dürfen stolz über diese besondere Auszeichnung sein.

Die dreitägige Reise nach Berlin wurde komplett durch die Robert-Bosch-Stiftung finanziert. Untergebracht und bestens verpflegt wurden alle Preisträger im Hotel „Columbus“ im ehemaligen Ostteil Berlins.

Nach einer Begrüßung durch den Programmbereichsleiter der Robert-Bosch-Stiftung, Günter Gerstberger, hatten nun alle 15 Projektteilnehmer die Gelegenheit, ihr Projekt in einer Kurzpräsentation vorzustellen. Danach wurden unter großem Applaus die Urkunden an alle die verschiedenen Schulen vertretenden Teilnehmer verteilt.  

Preisübergabe

 Am Freitag, den 1.2.2002 gab es dann eine Festveranstaltung im Abgeordnetenhaus des Landes Berlin, bei der Dieter Berg, der Geschäftsführer der Robert-Bosch-Stiftung sowie der ehemalige polnische Ministerpräsident, Tadeusz Mazowiecki in bewegenden Worten die Arbeit und Leistungen  der verschiedenen Projekte würdigte. Mazowiecki betonte dabei, wie wichtig es sei alte Vorurteile bei den jungen Wegen in Europa abzubauen, denn nicht jeder Deutsche verhalte sich im Ausland laut und es sei natürlich nicht so,  dass jeder Pole Autos stehle.  

Präsentation

Nach einem köstlichen Imbiss im Abgeordnetenhaus gab es Gelegenheit, die Stadt Berlin in einem geführten Stadtrundgang kennen zu lernen. In der Brauerei Lemke traf man sich dann zum traditionellen „Pfannkuchenessen“ (Berliner Ballen) mit Kaffe oder Tee wieder. Die Krönung der Veranstaltung war aber für alle das Fest der Begegnung, bei der alle Teilnehmer durch verschiedene Beiträge für einen bunten Abend sorgten, der in einer fetzigen Disconacht endete.

 Den Samstag hieß es dann leider Abschied nehmen. Alle Teilnehmer reisten nach drei sensationellen Tagen glücklich wieder in ihre Heimat zurück.