Förderpreis
Förderpreis 2002 des Deutsch-Russischen Forums an die Rurtal-Schule Oberbruch und des Heilpädagogischen Zentrums Pskow für ihr Bürgerengagement in Russland
Die gemeinsame Projektarbeit
der Rurtal-Schule Oberbruch, Schule für Geistigbehinderte des Kreises
Heinsberg, und des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) für geistigbehinderte
Kinder und Jugendliche Pskow/Russland ist in diesen Tagen in Berlin mit dem 2.
Preis des Förderpreises für Bürgerengagement des Deutsch-Russischen Forums
ausgezeichnet worden.
Die Vergabe des Förderpreises wird unterstützt
von der „Robert-Bosch-Stiftung“, die die Rurtal-Schule und das HPZ bereits
mehrfach für ihre deutsch-russische Partnerschaftsarbeit ausgezeichnet hat. Mit
dem Förderpreis für Bürgerengagement in Russland würdigt das
Deutsch-Russische Forum, das ihren Sitz in Berlin hat, Initiativen, die aktiv
Hilfe zur Selbsthilfe in Russland leisten und damit dort ansetzen, wo viele Großprojekte
nie ankommen. Mit ihrer Arbeit leisten die jeweiligen Initiativen einen
wichtigen Beitrag zum Aufbau der zivilgesellschaftlichen Strukturen in Russland.
Mit meist neuen, unkonventionellen Ideen öffnet das Bürgerengagement nicht nur
in russischen Städten, sondern auch in den Regionen ein „Fenster zum
Westen“.
Am 17. März 2003 wurde der Förderpreis
2002 des Deutsch-Russischen Forums, der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident
Johannes Rau stand, in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in
einem großen festlichen Rahmen von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse überreicht.
Wolfgang Thierse betonte in seiner Festansprache die Bedeutung der
deutsch-russischen Initiativen für ein zusammenwachsendes Europa und für den
Aufbau demokratischer Strukturen mit den Worten „miteinander tun – nicht übereinander
reden“. Die ausgezeichneten Initiativen ständen auch für den Transfer von
„menschlicher Wärme“ in einer oftmals nicht nur klimatisch kalten
Lebenswelt.
Die Rurtal-Schule war mit einer kleinen
Delegation durch Schulleiter Bernd Schleberger und dem Hausmeisterehepaar Gisela
und Herbert Caron bei der Preisverleihung vertreten. Das Ehepaar Caron freute
sich stellvertretend für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ohne deren
stille Hintergrundarbeit die erfolgreiche Projektarbeit zwischen der
Rurtal-Schule und dem HPZ überhaupt nicht möglich wäre, auf ihre Teilnahme.
Insbesondere Gisela Caron macht mit ihrer unermüdlichen Arbeit für Kinder mit
Behinderungen in Pskow in der Kleiderkammer der Rurtal-Schule die vom
Bundestagspräsidenten Thierse angesprochene „menschliche Wärme“ im besten
Sinne des Wortes lebendig.
Mit großer Spannung erwarteten die
Vertreter der Rurtal-Schule das vorher nicht bekannt gegebene Ergebnis der
Preisverleihung, zu der 20 Preisträger aus 201 Bewerbungen aus Deutschland und
Russland von der Jury ausgewählt wurden. Riesengroß war die Freude, als die
Rurtal-Schule zur Entgegennahme des 2. Preises für ihr Gemeinschaftsprojekt mit
dem HPZ „Aufbau eines Förderzentrums für Kinder mit geistigen Behinderungen
im Vorschulalter in Pskow“ aufgerufen wurde.
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