Die Schüler und Schülerinnen der OS1 und der NATUR-AG bauten eine Lehmhütte  

Zum Projekt: Im Rahmen meines Urlaubes mit meiner Familie sah ich in einem Freilichtmuseum in Niedersachsen einen Lehmpavillon, der dort als Raststätte diente. Innerhalb des Pavillons stand ein Tisch und eine Bank, die zum Verweilen einluden. Und sofort kam mir der Gedanke, dass ein solcher Lehmpavillon ganz toll in das Tiergehege unserer Schule passen würde und die Arbeiten für unsere Schüler in vielerlei Hinsicht enorme Vorteile bringen könnten.

Außerdem böte dieser Lehmpavillon den Schülern und auch Mitarbeitern die Möglichkeit, sich gemütlich bei Wind und Wetter auf die Bank zu setzen und den Tieren zuzuschauen 

Also machte ich ein Foto, nahm es mit zur Schule und übergab es meinen Schülern. Damit sich die Schüler ein besseres Bild von unserem zukünftigen Bauwerk machen konnten, bauten wir ein Modell, an dem man die einzelnen Arbeitsschritte gut veranschaulichen konnte bzw. kann:


Hier sieht man gut, aus welchen Materialien der Pavillon gebaut werden sollte. Doch das Einflechten des Strohs erwies sich als nicht umsetzbar (auf diese Weise wurde der Pavillon in Ostfriesland gebaut!), da es zu kurz war. Also entschlossen wir uns, das Geflecht aus dünnen Weidenzweigen zu machen.  

Zuerst suchten wir nach einem geeigneten Platz. Nachdem dieser schnell gefunden war, wurde der Boden planiert und die ersten Weidenstangen (diese haben wir im Umfeld der Schule eigenständig geschlagen) in den Boden getrieben.  

 

Hier sehen wir Sebastian und Marco beim Planieren des Bodens.

 Das Grundgerüst steht!


Auf dem nächsten Bild ist ein Schüler damit beschäftigt, die bereits verwobenen Weidenzweige mit Lehm zu bewerfen. Den Lehm habe ich mit meinem Anhänger aus einer Grube in Geilenkirchen geholt, doch war dieser scheinbar für unsere Zwecke nicht geeignet?!


Schon nach kurzer Zeit zerbröckelte er!

 


Da der Lehm nicht gut hielt (vielleicht war auch unsere Verarbeitungsweise nicht die richtige?), woben wir fleißig weitere Weidenzweige um die Weidenstangen und errichteten schließlich das Dach des Pavillons aus Weidenstangen und Reisig.

Damit der Lehmpavillon geschützt vor Regen ist, befestigten wir eine große Plane auf diesem. Später soll das Dach mit Grassoden und Laub abgedichtet werden.

Wir wollten sehr gerne mit dem Bau unseres Lehmpavillons weiter machen, doch benötigten wir das geeignete Material. Also suchten wir nach dem richtigen  Lehm-Stroh-Gemisch und wurden schließlich fündig. Durch einen Zufall kamen wir an die Adresse eines „Lehmfabrikanten“ – Firma „Claytec“ aus Viersen. Diese Firma hat uns freundlicherweise ca. 4,5 Tonnen Fertiglehm kostenlos zur Verfügung gestellt. Hier an dieser Stelle wollen wir uns dafür noch einmal herzlich bedanken!!

Und dann konnten wir endlich weiter arbeiten.

Es ging los! Wir machten uns an die Arbeit. Zuerst mussten wir die riesigen Säcke, in denen das Lehmgemisch angeliefert worden war aufmachen, den Lehm in Schubkarren schaufeln und diesen dann mit Wasser zu einem zähen Brei vermischen. Puh, war das anstrengend!!

Hier sehen wir Sergej und Kevin beim Befüllen der Schubkarren und beim Kneten des Lehms

 

Am Wasserplatz unseres Tiergeheges wurde dann das Lehmgemisch mit bloßen Händen geknetet, bis er fertig war.

Und dann kam schließlich die eigentliche, gestalterische Arbeit. Wir mussten den Lehm gegen das Weidengeflecht werfen und dann mit den Händen glatt verstreichen.

Hier sieht man Dennis beim Glattstreichen des Lehms.

 

Dies war natürlich nicht an einem Tag zu machen! Nein, es vergingen einige Tage, bis wir den Lehm aufgebraucht hatten. Schließlich war unser Lehmpavillon fertig!?

Oder doch noch nicht?  

Hier sieht man den fertig gestellten Unterbau des Lehmpavillons

 Aber schaut man nach oben, so erkennt man das Dach, das immer noch aus dieser flatternden Folie besteht.

 

Also mussten wir als nächstes das Dach fertig stellen. Dazu brachte Herr Grothof selbst geschnittenen Ried mit zur Schule. Diesen verteilten wir ordentlich über die gesamte Dachunterkonstruktion.  

Damit das Dach auch regendicht wird und der ganze Bau nicht innerhalb weniger Jahre verfault, haben wir über das Ried eine Bitumenschicht gelegt, die das Regenwasser abhalten soll. Diese Bitumenschicht wird man später nicht mehr sehen können, da auf dieser eine Erdschicht aufgetragen  und diese mit Grassamen bestreut wird. So werden wir hoffentlich im nächsten Schuljahr ein lebendiges Dach erhalten!  

Wenn alles soweit fertig ist, dann stellen wir in diesen Pavillon eine Bank hinein, damit sich Schüler und Lehrer beim Besuch des Tierparks hier ausruhen und dabei die Tiere beobachten können!  

Wenn es soweit ist, dann  lassen wir es euch wissen!

Oder kommt doch einfach immer wieder einmal in unser Tiergehege, um zu sehen, was sich geändert hat. Denn hier wird immer gearbeitet und es entstehen immer neue Ideen!

So bauen wir zur Zeit einen Gänseteich, ein Klettergerüst für unsere Ziegen usw.. Wann diese Projekte allerdings fertig werden, tja, mal sehen!!  

Thomas Henkens 

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