
23. bis 30. Mai 2011:
"Wir
zusammen … miteinander – füreinander
Deutsch-russische Schülerband „Rur-Rock – MbI BMECTE“ feiert in Pskow/Russland ihr Jubiläum
Es ist
schon erstaunlich: Zum zehnten Mal ein deutsch-russisches Begegnungsprojekt mit
(Rock)Musik zwischen der Rurtal-Schule Heinsberg-Oberbruch und ihrer
Partnerschule Heilpädagogisches Zentrum Pskow (HPZ) Pskow/Russland und kein
bisschen müde! Vor genau zehn Jahren machte sich die integrative Schülerband
„Rur-Rock“ von Rurtal-Schule und Hauptschule Oberbruch nach Pskow auf, um
dort ihr erstes Musikprojekt mit einem abschließenden Konzert mit den Freunden
vom HPZ Pskow zu wagen.
Niemand
konnte damals ahnen, dass damit eine unglaubliche Erfolgsgeschichte für die
„Rur-Rocker“ begann, die bis heute anhält. Die russischen Freunde hatten
damals auch für die Namensänderung gesorgt – fortan hieß die Band
„Rur-Rock – Wir zusammen“, hergeleitet aus dem russischen „MbI BMECTE
– Wir (gehören) zusammen“. Nach dem umjubelten ersten Konzert für Frieden
und Völkerverständigung in der Pskower Philharmonie am 25. Mai 2001 folgten
dann für die deutsch-russische Schülerband „Rur-Rock – MbI BMECTE“ aus
Oberbruch und Pskow begeisternde Auftritte bei Großveranstaltungen in Moskau,
St. Petersburg, Perm und natürlich in Pskow. Unvergessen ist auch das
gemeinsame Konzert mit Rolf Zuckowski 2005 in der Hückelhovener Aula.
Mit dem
kleinen Jubiläum der Schülerband in Pskow schloss sich nun der Kreis. Botschaft
und Leitbild „MbI BMECTE (Wir zusammen) …. miteinander – füreinander“
des Begegnungsprojektes mussten mit Leben gefüllt werden. Eine Woche probten
die Schülerinnen und Schüler der Rurtal-Schule und der Hauptschule
Oberbruch, des Heilpädagogischen Zentrums und des College für Kunst und Kultur
Pskow mit viel Leidenschaft und Einsatz für ihr großes Abschlusskonzert.
Aufgelockert
wurde die Projektarbeit durch zwei „handgemachte“ Auftritte für langzeitkranke
Kinder im Pskower Kinderkrankenhaus und im Heim für Jugendliche mit geistigen
Behinderungen in Belskoje Ustje, 70 km von Pskow entfernt. Die Musiker schenkten
mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit und ihren Aktionen zum Mitmachen und
Mitsingen den jungen Zuhörern und Zuhörerinnen viele glückliche Momente.
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Kinderkrankenhaus Pskow |
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Heim für Jugendliche mit geistigen Behinderungen in Belskoje Ustje |
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Bei aller
Vorfreude auf das große Konzert war doch ein kleiner Wermutstropfen zu verkraften:
Die Pskower Philharmonie mit ihren über eintausend Plätzen stand wegen eines
Brandes nicht zur Verfügung. So musste die Projektband in den Theatersaal des
College für Kunst und Kultur mit 400 Plätzen ausweichen. Von „Klassik zum
Rock“ war das Motto des Programms vor dem großen Auftritt von „Rur-Rock –
MbI BMECTE“ mit Musikern und Musikerinnen des Sinfonieorchesters Pskow, dem
Blasorchester der Jugendmusikschule und dem Mandolinenorchester des College für
Kunst und Kultur .
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Sinfonieorchester Pskow |
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Mandolinenorchester des College für Kunst und Kultur |
Mit „Back
in the USSR“ von den Beatles startete dann die deutsch-russische Band in ihr
fast zweistündiges stimmungsvolle Programm mit Rock-Klassikern wie „Rock
around the clock“, „Eye of the tiger“, „We will rock you“. Großen
Jubel vom Publikum gab es während und nach dem Vortrag von „Wind of change“
von den Scorpions, ein in Russland außergewöhnlich populärer Song. Nun erwies
sich die Intimität des kleinen Theatersaals als großes Glück: die große Nähe
von Publikum und Akteuren machte die Veranstaltung zu einem wahren Familienfest
voller wunderbarer und selten erlebter Emotionen.
Ein nicht
enden wollendes und euphorisches „Ma-la-dzi, Ma-la-dzi …“ „Ihr seid gut,
Ihr seid gut“ des Publikums war wieder einmal der verdiente Lohn für die großartigen
jungen Musiker aus Deutschland und Russland.
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"Rur-Rock - MbI BMECTE" |
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Die Schlagzeuggruppe |
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Die Gesangsgruppe |
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Zur
prachtvollen Stimmung passte auch eine schöne Geste für den Schulleiter der
Rurtal-Schule, Bernd Schleberger, der zum Ende des Schuljahres aus dem
Schuldienst ausscheidet. Die stellvertretende Gouverneurin der Region Pskow, das
Oberhaupt der Stadt und der Schulleiter des HPZ „verabschiedeten“ ihn in überaus
feiner Weise in seinen neuen Lebensabschnitt als Ruheständler. Augenzwinkernd
machten sie ihm aber deutlich, dass damit nicht seine Verabschiedung aus seiner
langjährigen Projektarbeit für Menschen mit Behinderungen in Pskow gemeint
sei.
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Bernd Schleberger (Bild: informpskov.ru) |
Am Ende einer erlebnisreichen Woche verabschiedeten sich die deutschen und russischen Freunde mit Wehmut – ein paar Tränchen waren auch dabei – aber auch mit neuen Plänen und einem optimistischen „Doswidanja“ und „Auf Wiedersehen“.